
Mailand/Cortina, 21. Februar 2026 â Mit dem Massenstart der Frauen ist bei den Olympischen Winterspielen 2026 nicht nur eine Medaillenentscheidung gefallen. FĂźr Franziska PreuĂ und Dorothea Wierer endete zugleich eine prägende Ăra im Biathlon. Nach vielen Jahren an der Weltspitze verabschiedeten sich beide Athletinnen von der olympischen BĂźhne â erschĂśpft, emotional und mit einem Lächeln.
Der letzte Auftritt auf groĂer BĂźhne
Im olympischen Massenstart Ăźber 12,5 Kilometer zeigte sich noch einmal, was beide Sportlerinnen Ăźber Jahre ausgezeichnet hat: Kampfgeist, Präzision am SchieĂstand und Leidenschaft auf der Loipe. Auch wenn es am Ende nicht zum ganz groĂen Happy End reichte, stand das Ergebnis an diesem Tag nicht im Mittelpunkt.
FĂźr PreuĂ war bereits im Vorfeld klar gewesen, dass nach Olympia Schluss sein wĂźrde. Sie sprach von ihrem âletzten Tanzâ â einem Rennen, das sie bewusst genieĂen wollte. Nach dem Zieleinlauf Ăśffnete sie im Stadion eine Flasche Sekt, winkte ins Publikum und nahm sich Zeit fĂźr Teamkolleginnen, Trainer und Fans.
Wierer, die Ăźber viele Jahre das Gesicht des italienischen Biathlons war, verabschiedete sich ebenfalls unter groĂem Applaus. In ihrer Heimat Italien, wo die Winterspiele 2026 stattfinden, war ihr letzter Olympia-Auftritt besonders emotional.
Eine Ăra im Frauen-Biathlon geht zu Ende
Sowohl Preuà als auch Wierer haben den internationalen Biathlon ßber Jahre hinweg geprägt. Preuà gehÜrte zu den konstantesten Athletinnen im deutschen Team und feierte zahlreiche Weltcup-Erfolge sowie Medaillen bei Weltmeisterschaften. Wierer gewann Gesamtweltcups, WM-Titel und wurde zu einer der erfolgreichsten italienischen Wintersportlerinnen der vergangenen Dekade.
Mit ihrem RĂźcktritt endet eine Generation, die das Frauenfeld entscheidend mitgestaltet hat â sportlich wie auch medial. Beide standen fĂźr Professionalität, Fairness und groĂe Emotionen im Zielraum.
Emotionen im Zielraum
Nach dem Rennen Ăźberwog die Erleichterung. âIch freue mich, dass ich es geschafft habeâ, sagte PreuĂ sichtlich bewegt. Es sei ein intensiver Weg gewesen, mit HĂśhen und Tiefen, Verletzungen und Comebacks. Dass sie ihre Karriere bei Olympischen Spielen beenden konnte, empfinde sie als besonderen Abschluss.
Auch Wierer sprach von Dankbarkeit. Sie habe den Sport geliebt, die Reisen, die Konkurrenz, die Atmosphäre â und vor allem die Fans. Gerade in Mailand und Cortina sei die UnterstĂźtzung Ăźberwältigend gewesen.
Weitere HintergrĂźnde und offizielle Informationen zu den Wettbewerben bietet die Website der Olympischen Spiele.
Biathlon im Wandel
Der Abschied der beiden Routiniers markiert zugleich einen Generationswechsel. JĂźngere Athletinnen rĂźcken nach und wollen die LĂźcke fĂźllen, die erfahrene FĂźhrungspersĂśnlichkeiten hinterlassen. Der Frauen-Massenstart in Mailand/Cortina war damit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf â er war ein symbolischer Moment des Ăbergangs.
FĂźr viele Fans werden die Bilder des emotionalen Abschieds im Biathlon-Stadion in Erinnerung bleiben: zwei Athletinnen, die nach Jahren an der Weltspitze ein letztes Mal die Ziellinie Ăźberqueren â begleitet von Applaus, Respekt und Dankbarkeit.














