Was fßr viele als schneller Snack fßr zwischendurch gilt, ist derzeit mit einem ernsten Gesundheitsrisiko verbunden: Mehrere Salami-Produkte aus dem deutschen Handel werden zurßckgerufen, nachdem gefährliche E.-coli-Keime entdeckt wurden. Besonders heikel ist der Fall, weil es sich teils um Shiga-Toxin-bildende Escherichia coli handelt, also jene Erreger, die in schweren Fällen zu massiven Magen-Darm-Beschwerden und bei vulnerablen Personen sogar zu akutem Nierenversagen fßhren kÜnnen.
Betroffen sind zum einen die âSpianata Calabraâ in der 225-Gramm-Packung sowie die âKĂźstengold Baguette Salamiâ in der 100-Gramm-Packung des Herstellers Henkelmann GmbH & Co. KG aus Volkmarsen in Hessen. Nach Angaben des Unternehmens wurden bei internen Kontrollen Hinweise auf STEC beziehungsweise EHEC festgestellt. Die Warnung ist deshalb besonders dringend, weil diese Keime nicht nur harmlose Verdauungsprobleme verursachen, sondern in seltenen Fällen einen deutlich schwereren Verlauf nehmen kĂśnnen.
Die betroffenen Chargen der Spianata Calabra verteilen sich auf mehrere Mindesthaltbarkeitsdaten im April 2026. Bei der Kßstengold Baguette Salami betrifft der Rßckruf die Charge L 1128S2 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29.04.2026. Verkauft wurden die Produkte in mehreren Bundesländern, darunter Baden-Wßrttemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der Hersteller nannte keine vollständige Liste einzelner Filialen, rät Verbrauchern aber ausdrßcklich dazu, vorhandene Ware nicht mehr zu essen.
Parallel dazu sorgt auch ein weiterer Fall fĂźr Unruhe im Wurstregal: Bei Produkten der Breu GmbH läuft ebenfalls ein RĂźckruf wegen mĂśglicher E.-coli-Belastung. Dazu gehĂśren verschiedene Chargen der âSalami Mini Brezânâ, die unter anderem bei Netto, Rewe, Aldi SĂźd und Edeka verkauft wurden. Nachträglich wurden offenbar auch weitere PackungsgrĂśĂen und zusätzliche Produkte in die MaĂnahme einbezogen. Das macht deutlich, wie schnell sich mikrobiologische Risiken entlang von Lieferketten ausweiten kĂśnnen, wenn kontaminierte Rohware in mehrere Artikel einflieĂt.
Fßr Verbraucher zählt jetzt vor allem Schnelligkeit
Wer eine der betroffenen Salamis zu Hause hat, sollte sie unter keinen Umständen verzehren. Die Produkte kĂśnnen in den jeweiligen Verkaufsstellen zurĂźckgegeben werden, der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. FĂźr viele Haushalte ist das mehr als eine Ăźbliche VorsichtsmaĂnahme, denn gerade Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen tragen bei solchen Erregern ein hĂśheres Risiko fĂźr schwere Verläufe.
Typische Beschwerden kĂśnnen Durchfall, teils blutiger Durchfall, Bauchschmerzen, Ăbelkeit und Erbrechen sein. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen. Das deutsche Bundesinstitut fĂźr Risikobewertung weist darauf hin, dass Shiga-Toxine starke Zellgifte sind, die ernsthafte Erkrankungen auslĂśsen kĂśnnen. Wer bereits von den betroffenen Produkten gegessen hat und anhaltende oder schwere Symptome entwickelt, sollte ärztliche Hilfe suchen und den Verdacht auf eine mĂśgliche STEC-Infektion ansprechen. Weitere offizielle Informationen zu Risiken und Symptomen stellt das Bundesinstitut fĂźr Risikobewertung bereit.
Der aktuelle Rßckruf zeigt, wie sensibel der Lebensmittelmarkt inzwischen auf mikrobiologische Funde reagiert. Fßr Verbraucher ist das zunächst beunruhigend, zugleich belegt es aber auch, dass Kontrollen in der Produktion und entlang der Lieferkette Auffälligkeiten sichtbar machen. Entscheidend ist jetzt, dass betroffene Packungen schnell identifiziert werden. Ein kurzer Blick auf Produktname, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum kann in diesem Fall deutlich wichtiger sein als sonst.














