Michigan klagt gegen Kalshi: Generalstaatsanwältin wirft Plattform illegale Sportwetten ohne Lizenz vor

Michigan klagt gegen Kalshi: Generalstaatsanwältin wirft Plattform illegale Sportwetten ohne Lizenz vor

Die Generalstaatsanwältin von Michigan, Dana Nessel, hat eine Klage gegen den Prognosemarkt-Betreiber Kalshi eingereicht. Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen ohne Genehmigung der Michigan Gaming Control Board (MGCB) Online-Sportwetten anbietet und damit gegen das Lawful Sports Betting Act des Bundesstaates verstößt.

Die Klage wurde beim 30. Judicial Circuit Court eingereicht. Darin wird behauptet, dass Kalshi Einwohnern von Michigan ermögliche, auf Sportereignisse zu wetten, indem das Unternehmen sogenannte „Event Contracts“ (Ereignisverträge) anbietet. Laut Generalstaatsanwaltschaft würden diese Verträge faktisch als Sportwetten fungieren.

In der Klageschrift heißt es, dass Kalshi durch das Angebot seiner Plattform den Eindruck erwecke, dass Online-Sportwetten in dieser Form in Michigan legal seien, obwohl dies nach Auffassung der Behörden nicht der Fall ist.

„Durch das Angebot seines Internet-Sportwetten-Dienstes an Einwohner von Michigan vermittelt Kalshi den Eindruck, dass sein Angebot im Bundesstaat legal ist, obwohl dieses Verhalten tatsächlich illegal ist“, heißt es in der Klage. Weiter wird betont, dass Verbraucher trotz der Bezeichnung „Event Contracts“ in Wirklichkeit Wetten auf den Ausgang von Sportveranstaltungen platzieren.

Darüber hinaus wirft die Klage dem Unternehmen vor, Glücksspielaktivitäten ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmechanismen für verantwortungsvolles Spielen zu ermöglichen. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind normalerweise für lizenzierte Anbieter von Online-Sportwetten verpflichtend.

Die Behörden argumentieren außerdem, dass Kalshi keiner Aufsicht durch die Michigan Gaming Control Board unterliegt, sodass nicht überprüft werden könne, ob vorhandene Maßnahmen zum Schutz der Spieler wirksam sind. Dies könne laut Klage das Risiko von Spielsucht erhöhen, da Verbraucher ohne ausreichende Schutzvorkehrungen an Glücksspielaktivitäten teilnehmen.

Kalshi hat auf eine Anfrage von CBS News Detroit bislang keine Stellungnahme abgegeben.

Generalstaatsanwältin Nessel fordert das Gericht nun auf, eine dauerhafte einstweilige Verfügung zu erlassen. Damit soll Kalshi daran gehindert werden, in Michigan weiterhin Sportwetten anzubieten oder entsprechende Dienstleistungen zu bewerben.

In einer Stellungnahme erklärte Nessel:
„Unternehmen dürfen die Glücksspielgesetze unseres Bundesstaates nicht umgehen. Mein Büro wird diejenigen zur Verantwortung ziehen, die Michigans Verbraucherschutzbestimmungen umgehen, und sicherstellen, dass Wetten in unserem Staat legal, fair und unter der Aufsicht stattfinden, die unsere Einwohner erwarten und verdienen.“

Online-Sportwetten wurden in Michigan im Januar 2021 legalisiert, etwas mehr als ein Jahr nachdem das Lawful Sports Betting Act im Dezember 2019 in Kraft getreten war.

Michigan ist zudem nicht der einzige Bundesstaat, der sich mit Kalshi beschäftigt. Auch die Glücksspielkommission des Bundesstaates New York hat dem Unternehmen kürzlich ein „Cease-and-Desist“-Schreiben geschickt. Darin wird Kalshi vorgeworfen, ebenfalls Sportwetten ohne staatliche Lizenz anzubieten.

Kalshi reagierte darauf mit einer Klage gegen den Bundesstaat New York und argumentierte, dass es sich bei seinem Dienst nicht um eine Wettplattform, sondern um eine Handelsplattform für Ereignisverträge handele.

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